Bardo Museum in Tunis

Sehenswürdigkeitein in TunisDas Bardo-Museum, etwa 4 km westlich von Tunis, ist das wichtigste Museum Tunesien und beherbergt viele bedeutende Exponate. 2011 wurde das Museum um ein Mosaik-Museum erweitert welches wirklich viele Sehenswürdigkeiten enthält.

Untergebracht ist das Museum im früheren Harem, um den Bardo Palast. In 30 Räumen und über drei Etagen sind Ausstellungsstücke der römischen Kunst sowie eindrucksvolle Bodenausschmückungen, Portrait und Skulpturen zu besichtigen. Die Einflüsse der verschiedenen Epochen und charakteristischen Elemente aus punischen, römischen, griechischen Zeiten sind allgegenwertig.

Nirgends sonst erfährt der Urlauber so viel über die Kultur und Vergangenheit des Landes, wie hier im Bardo-Museum. Die dargestellten Mosaiken, die zum Teil aus Karthago stammen, erzählen viele Geschichten. So zum Beispiel auch von den alten Römern, von oder Odysseus. Ein Urlaub in Tunesien, ohne im Bardo-Museum gewesen zu sein, muss zwingend nachgeholt werden.

Das Musée national du Bardo gilt als die größte römische Mosaiksammlung überhaupt. Und das, was die Künstler hier geschaffen haben, ist unvergleichlich. Hier die Geschichte Roms, dort nachgebaute Landschaften Tunesien, Meerestier und Vögel – aus tausenden von kleinen Mosaiken gelegte Tiere und Bilder an Wänden und Böden. Künstlerherz, was willst Du mehr?

Aktuell, im Jahre 2012 soll das Museum um viele Räume ergänzt bzw. erneuert werden. Leider traf man in den vergangenen Jahren häufig auf geschlossene Ausstellungsräume, was aber nun hoffentlich ein Ende hat.

Gartenanlage Jardin Majorelle in Marokko

Sehenswürdigkeiten in AfrikaDie Gartenanlage in Marokko ist noch heute unter dem Namen Jardin Majorelle bekannt, auch wenn der vom Maler Jacques Majorelle Garten 1980 von Yves Saint Laurent aufgekauft wurde.

Den eigentlichen Erschaffer des Gartens kennt kaum noch jemand, doch wer „seinen“ Garten sieht, wünscht sich sicher, mehr von seinen Werken zu sehen. Von jeder Reise brachte er eine blühende, grüne Erinnerung mit in sein grünes Wohnzimmer. Majorelle kam 1962 bei einem Verkehrsunfall zu Tode, sein „Garten der Welt“ blieb 20 Jahre ungeliebt und der Garten war vor der Übernahme des Modedesigners mehr als verwildert.

Im heutigen Garten von Yves Saint Laurent findet man zwar Pflanzen aller Kontinente, doch überwiegend ist er mit Kakteen bestellt. Hier liegt sie, die ganze Welt friedlich mit ihren Pflanzen vereint zu einem großen Kunstwerk und Oase der Besinnlichkeit. Mehr als 20 Angestellte und Landschaftsgärtner sind bemüht, die Farbenpracht und die Vielfalt des Gartens zu erhalten, was durch eine moderne Bewässerungsanlage aus dem Jahr 2000 deutlich vereinfacht wurde.

Im Yves Saint Laurent Garten ist auch Marrakeschs Kunstmuseum mit einigen Kollektionsobjekten von Laurent. Als der Modedesigner sich 2002 zurückzog, wurde seine Anlage zu seinem persönlichen Rückzugsort, an dem er, durch seine nach dem Tod verstreute Asche, noch heute unter den Rosen verweilt.

Die Afrikanischen Ruinen von Karthago

Sehenwürdigkeiten in TunesienDie Ruinen von Karthago sind Zeugen aus der Zeit, als die Stadt aus Tunesien noch eine bedeutende Handels- und Seemacht im Mittelmeer besaß.

Das Zeugnis von damals hat seine Wurzeln im 9. Jahrhundert vor Chr. und ist mehr als „nur“ archäologische Ausgrabungsstätte, mehr als Touristenmagnet. Die Ruinen von Karthago erzählen Geschichten aus der Vergangenheit, Drehbücher über Kämpfe und über die Stärken einer Frau – über Elissa.

Elissa floh vor ihrem Bruder und bat von einem Fürsten Land von der Fläche, wie sie eine Ochsenhaut umschließen kann. Geschickt gelang es ihr, die Haut so zu schneiden, dass die Fläche so groß war, wie das Land auf dem heute Karthagos Ruinen stehen.

Karthago lieferte Material für einen bestialischen Roman über Opferrituale (in den Ruinen wurden tausende Kinderskelette gefunden), in denen Kinder den Göttern geopfert wurden.

Ende des zweiten Jahrhunderts vor Chr. wurde Karthago mit schätzungsweise 400.000 Einwohnern das Zentrum von Nordafrikas Christen. Dies Größe und Ausdehnung ließ die Stadt schließlich zur Seemacht im Mittelmeerraum werden. Lange Zeit umgab die Stadt einen geschäftigen Seehandel und war einst von prunkvollem Reichtum geprägt.

Römische Villen und satte Gartenanlagen umgeben noch heute den Präsidentenpalast in der Nähe der Ruinen. Ausflüge nach Karthago kann man gut und preiswert vor Ort buchen. Alleine die Anreise führt durch eine wundervolle Region und Prachtstraßen entlang. Den schönsten Blick über das Meer Tunesiens hat der Besucher von der Therme Antonius Pius.